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Noch ein Update! (April 2013)

Irgendwie sah der Automat zu neu aus. Nach einigen Ausstellungen, an denen viele Menschen daran spielten, merkte ich, dass ihm Patina gut stehen würde. Ich kannte dieses "Weathering" aber bisher nur vom Modellbau. Dort wird es mit stark verdünnten Farben gemacht. Einige benutzen sogar Wasserfarbe dafür... Wasserfarbe! Das ist es! Die kann man fett auftragen und dann wieder wegwischen, wenn es nicht gefällt. Beim Wegwischen merkte ich, dass das einen tollen Effekt gibt, der aussieht, als wäre über Jahre hinweg immer eher oberflächlich gesäubert worden. Fixiert habe ich das am Ende mit Klarlack.

Ich experimentierte ein wenig mit verschiedenen Farben, Effekten und Tüchern – und und bin mit dem Ergebnis leidlich zufrieden. Besser geht immer, aber der Tisch ist doch eine ewige Baustelle, auf der ich immer wieder neue Ideen ausprobiere und alte rückgängig mache.

Ach ja... der Monitor ging kaputt! Natürlich kurz bevor der Automat wieder auf Reisen sollte. Von einem Freund bekam ich einen alten 19"er von Siemens, der wunderbar auch mit dem Gehäuse in den Automaten passt, weil er eine kürzere Röhre als mein alter Samsung hat. Ein netter Nebeneffekt: Das Bild ist nicht ganz so gut wie beim Samsung (nett gesagt). Dreht man den Kontrast leicht zu hoch, wird das Bild so schlecht wie bei einem echten Automaten. :-)

Leider hatte ich keine große Lust, das Gehäuse aufwendig zu pimpen. Daher beliess ich es mit schwarzem und nussbaumfarbenem D-C-Fix. Es musste halt schnell gehen und ich hatte keine Zeit, dem Lack beim trocknen zuzusehen.


(Rauchablagerungen um den Monitor herum, Blutspritzer auf dem Tisch und dem Holzdekor)


(das Ganze bei Tageslicht auf einer Ausstellung)

Endlich habe ich auch die Schubladengriffe aus Messing mit dem künstlichen Brillanten auf die Drehregler gesetzt. Leider waren die Drehachsen der Potis etwas zu dick für die Gewinde in den Griffen. Ja, aufbohren ist eine Option gewesen, aber dann blieb nur ein verdammt dünner Rand im Metall. Es musste wieder schnell gehen, also habe ich die Griffe mit Autospachtel gefüllt und in der Ständerbohrmaschine aufgebohrt. Dauerte keine 15 Minuten. Das ganze habe ich dann mit Pattex Extrem zusammengepappt. Das hält sehr gut, lässt sich aber mit grober Gewalt auch wieder entfernen, wenn es nötig sein sollte.


(Dreckspuren um die Kanten herum)

Gut, ich habe zuviel "Dexter" geschaut, gebe ich zu, daher musste ich mit verschiedenen "But"arten experimentieren. Interessant, denn auch wenn die drei dicken Blutspritzer schräg und unecht aussehen, so sind sie doch wirklich durch fette Tropfen entstanden. Ja, sieht doof aus, aber wer bin ich, mich mit der Physik zu streiten?


(Rauchablagerungen um die Lüfter und den Lautsprecher herum)

Auch das enstand "echt". Ich habe alles dick mit verschiedenen Farben in einigen Schichten trocknen lassen, zwischendurch immer wieder kraftig mit einem trockenen oder feuchten Lappen drübergerubbelt und wieder Farbe aufgetragen. So als würde man den Automaten ab und zu mal grob sauberwischen wollen.


(der weinende Engel)

Ja, naja... auch das war echt. Ich habe immer wieder verdünnte Farbe an die Augen getupft, bis es minutenlang runterlief. Leider fliesst Farbe anders als Blut... auf der anderen Seite... ich habe es nie getestet. Vielleicht sollte ich mir beim Schlachter mal einen Eimer Blut besorgen? Äh... neee....

Aber das wird sicher mit der Zeit. Nun habe ich die Schmodderspuren am Gehirn teilweise überstrichen und neu laufen lassen. Jetzt ist es deutlich besser:


(Seite mit dem Gehirn)

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