Auf der Suche nach einem Auto mit Platz für fünf und einem Hund sowie etwas Gepäck, das auch noch einen Wohnwagen mit 1.500kg nicht nur ziehen darf, sondern auch kann und das über eine richtige Automatik und kein DSG-Spielzeug verfügt, kommt man zwangsweise irgendwann zu SsangYong. Hier die Probefraht mit einem Rexton aus dem Modelljahr 2014.

Änderungen der Modelljahrs 2015, welches wohl de facto erst gerade bei den Händlern erscheint:
- neues Lenkrad ohne Schaltmöglichkeit
- LED-Rückleuchten
- neue Instrumente
- verchromte Turverriegler ("Knöpfe")
- anderes Rexton W-Logo auf der C-Säule
- Sitzheizung auch in den Rückenlehnen der mittleren Sitzreihe

Ab 2016 (frühestens Dezember 2015) dann Entfall des 2.0 Liter Diesels. Dieser wird durch einen Euro-Norm 6 erfüllenden 2,2 Liter Diesel mit voraussichtlich 185 PS ersetzt. Der 2,2 Liter darf wieder die 3.500 kg des alten 2,7er Fünfenders ziehen. Der Zweiliter "nur" 2.600 kg, aber schon dafür benötigt man heute bereits einen BE-Führerschein. Ein Inhaber der Führerscheinklasse B darf (nicht nur) mit dem Rexton nur einen 750kg Anhänger fahren. Wer einen B96-Lappen hat, der darf mit dem Rexton knapp 1.5 Tonnen schwere Anhänger ziehen, weil man dann bereits real am 4.250kg-Limit (Gesamtzuggewicht) des B96 kratzt.

Warum ein Siebensitzer?

Achtung! Subjektive und polarisierende Meinungen! :-)

Irgendwann hat mal einmal genug von Kompromissen.
Unser aktueller Trajet ist so ein Kompromiss. Benziner, Schalter, sieben vollwertige Sitze, Anhängelast von 1.800kg, tolle Versicherungseinstufungen, geringe Unterhaltskosten, wartungsarm. Soweit so gut.
Was nervt? Mit sieben Sitzen hat er so gut wie keinen Kofferraum, er hat keine Automatik, die Kraft des Motors ist für den Wohnwagen ausreichend, wenn man fleissig schaltet, das Fahrwerk ist unausgewogen, wird erst komfortabel, wenn man zulädt oder etwas dranhängt.

Warum müssen es sieben Sitze sein?
Mit einem Hund müssen es zumindest drei Sitzreihen sein. Es sei denn, einer möchte den Hund die ganze Zeit auf den Füßen liegen haben. Der Hund soll in den Kofferraum? Gut, und wo kommt das Gepäck hin? Etwa in den Wohnwagen oder auf das Dach? Im Sinne der Fahrstabilität sind beides ziemlich schlechte Ideen.
Liegt mal eine kurze Strecke an, ein Kurztrip von bis zu 400km z.B., dann wäre es schön, wenn man auch auf der mittleren Sitzbank zu dritt sitzen könnte, das Fahrzeug also breit genug ist, so dass man nicht mit der Schulter dauernd den Nebenmann berührt.

So ein Doppelkupplungsgetriebe ist doch total toll!
Ja, klar, für den Hersteller. Die Dinger haben sogar zwei Kupplungen, die verschliessen können, vor allem, wenn man einen Wohnwagen zieht. Mir ist egal, ob das Auto 0,2 Liter Sprit auf 100km mehr verbraucht, ich will einen Drehmomentwandler.

Warum nicht was kleineres? So Touran- oder Zafira-klasse?
Kein Kofferaum, hinten nur Notsitze für Kurzstrecken – und auch das nur für Kleinkinder. Die Anhängelast hat bei den besseren, wie dem Carens, auch nur 1.500kg. Klar, die Motoren sind mehr als kräftig genug, aber die Dinger wiegen mit Ach und Krach gerade mal so viel wie der Wohnwagen. Tempo 100 ist da ein Glücksspiel – und das zu Recht! Das Auto soll den Wohnwagen ziehen und nicht der Wohnwagen das Auto schieben.

Warum keinen Galaxy, Sharan oder Freemont?
Alles schöne Autos, aber die haben keinen Kofferraum. Zudem kann der Freemont mit 170 Diesel-PS nur lächerliche 1.100kg ziehen! Und mal so einen Galaxy konfiguriert? 40.000,- EUR sind da problemlos mit einer einfachen Ausstattung zu erreichen. Nettere Aussattungen auch gerne 50 Kiloeuro! Selbst ein Alhambra landet mit kleiner Maschine, einfacher Ausstattung und sogar mit Rabatten bei über 30.000! Und dann hat er auch nur eine Spiezeugautomatik.

Dann einen VW Bus!
Hallo? Wer soll das Ding bezahlen und unterhalten? Andere Busse von Opel oder Renault sind auch ganz nett, sind aber meistens eher unkonfortabel und laut. Auf keinen Fall geeignet für die tägliche Fahrt zur Arbeit.

Muss es ein Diesel sein?
Ja, nein... ja! Diese kleinen Turbomotoren sind toll, keine Frage. Die haben im Keller sogar mehr Drehmoment als ein Diesel! Und das steht auch noch länger an! Zum ziehen ist da ein 1,4er Turbo mehr als ausreichend. Auch die Kfz-Steuer ist extrem niedrig. So wie der Verbrauch (wenn man sie nicht tritt). Aber ich traue den Dingern nicht. :-)

SchangWas?
SsangYong ist neben Hyundai und Kia der dritte Autobauer aus Südkorea. Daewoo zählt ja nicht, die wurden von GM geschluckt.
Ja, richtig, der Mutterkonzern war fast pleite (das war Kia Ende der 90er übrigens auch) und wurde erst von einem Chinesen übernommen – was aber nicht so recht funktionierte. Nun ist er in indischer Hand (Mahindra) und da steckt nun richtig Kohle dahinter. Ich bin ganz zuversichtlich, dass das jetzt was wird.
Den Vertrieb in Deutschland hatte erst ein Familienunternehmen, nun ist da eine belgische Firma dahinter, die auch über das nötige KnowHow und die Geldmittel verfügt.
SsangYong baut seit mehr als 60 Jahren allradgetriebene Fahrzeuge. Die sind quasi der koreanische Subaru. Nur mit nicht so exotischer Technik. :-)


Wir haben heute eine Probefahrt mit dem Rexton (Sapphire, 2.0 D, Automatik) gemacht. Hier meine rein subjektive Einschätzung. Ich besitze das Auto nicht, muss es mir also nicht schönreden. Viele Besitzer werden meine Kritikpunkte für irrelevant halten. Das mögen sie auch sein, aber jeder bewertet Gegenstände nun einmal etwas anders.

Erster Eindruck

Die Kiste sieht auf den Bildern immer deutlich kleiner aus, als sie es in Wirklichkeit ist. Uns kam unterwegs z.B. ein S-Max entgegen. Ich meinte nur zu meiner Frau: "Hast Du gesehen? Dieser... Kleinwagen da unten war ein S-Max...!". Ja, man konnte dem Auto auf das Dach schauen!

Der Rexton W ist aber auch ein echter Trumm von einem Auto, man sieht es ihm nur nicht gleich an. Er ist kein SUV. Er ist ein Geländewagen mit Leiterrahmen und zuschaltbarem Frontantrieb und Geländeuntersetzung. Der Rexton schreckt auch vor gröberen Gelände nicht zurück. Zielgruppe sind aber eher Menschen, die einen schweren Anhänger über eine Wiese oder einen unbefestigten Feldweg ziehen wollen und dabei nicht auf Komfort verzichten wollen. Wie wollen damit unseren Wohnwagen ziehen. Dazu benötigen wir keinen permanenten Allradantrieb. Vermutlich benötigen wir ihn extrem selten, aber wenn, dann sind wir darüber froh. Unser Espace steckte auch einmal im Sand eines Campingplatzes fest. Hätten wir da einen Wohnwagen dabei gehabt, wäre das ein mehr als interessanter Tag geworden.

Innenraum
Ich saß zuerst auf dem Beifahrersitz und habe mir von da alles angesehen. Das Interieur ist akzeptabel, die Materialauswahl geht vollkommen in Ordnung, vor allem in Relation zu dem Preis. Das Design ist zeitlos. Die Displays im Radio, Uhr und der Klimaautomatik sind etwas "old fashioned". Letztere funktioniert unauffällig und gibt in der Bedienung keine Rätsel auf.

Persönlich mag ich sogar das grüne LED-Display der Klimaautomatik mit den Piktogrammen. Aber ich finde auch die 70er-Jahre VF-Displays im Voyager totschick. Trotzdem ist das wohl nicht das, was man jetzt z.B. in einer M-Klasse erwarten würde.

Die Verarbeitung ist im Detail etwas durchwachsen. Ich glaube, dass ich zuletzt in den 90ern so leicht ungleichmässige Spaltmasse an der Abdeckung des Beifahrerairbags gesehen hatte. Eigentlich sieht man schon seit mehr als 10 Jahren die Airbagabdeckungen selbst bei Kleinwagen nicht mehr. Sei es drum, stört mich nicht.

Hört sich sicher komisch an, aber wenn ich gegen das Dach klopfe, macht das darunter liegende Blech den Eindruck einen halben Zentimeter dick zu sein. Fühlt sich sehr viel solider an, als man es erwartet.

Der Innenraum riecht nicht penetrant nach Neuwagen. Man riecht nur das Leder. Das ist sehr angenehm. Nach anderen Probefahrten hatte ich öfter Kopfschmerzen, hier nicht. Aber bei der Suche nach einem Auto hatte ich nach einigen Autohäusern an einem Tag auch die Nase voll. Ich konnte keine Neuwagen mehr riechen.

Sitzkomfort
Man sitzt hoch (logisch) und mir sind die Sitze nicht negativ aufgefallen. Der Beifahrersitze ist mit Schaltern, seitlich rechts an der Konsole, zu verstellen. Sitz und Lehne vor und zurück, nicht mehr. Da erhoffte ich mir noch eine Höhenverstellung.

Die Armlehne in der Tür ist recht breit und der Arm findet dort auch bequem Platz. Der Schalter für den Fensterheber ist genau da, wo man ihn erwartet. Was man nicht erwartet ist der Schalter für die Zentralverriegelung, aber dazu gleich mehr.

In der Windschutzscheibe, die sehr steil steht, stören Reflektionen. Die scheinen durch die recht stark gewölbten Seiten zu entstehen, wenn ich mich gerade recht entsinne. Ist nicht schlimm. ist nur ungewohnt, wenn man seit Jahren nur noch Vans mit sehr flacher Scheibe gefahren ist. Die Rundumsicht ist gut. Vor allem fallen die relativ schlanken A-Säulen angenehm auf. Dafür sind die C-Säulen mehr als mächtig und stören den Blick nach schräg hinten. Der Rexton hat gut funktionierende Parksensoren.

Windgeräusche
Was mich persönlich wirklich am meisten störte, sind die Windgeräusche ab 80 km/h. Ob diese noch schlimmer werden, wenn man schneller fährt, weiss ich nicht, denn wir sind auf der Landstrasse nicht mal 100 km/h gefahren. Ich habe natürlich kein Messgerät und so gebe ich nur meine subjektive Empfindung weiter. Es kann auch daran liegen, dass der Rexton W tatsächlich sehr, sehr leise ist. Vom Motor hört man nur ein leises, helles Knurren. Die Kleine fragte: "Was ist das für ein Geräusch?". Ich erwiderte: "Welches Geräusch?". Sie: "Dieses Tssss-Tsssss...?"

Richtig, der Motor klingt nicht nach Diesel. Im Schiebebetrieb hört man rein gar nichts. Auch keine Abrollgeräusche. Das ist schon echt schick. Nur diese Windgeräusche an den A-Säulen... :-/

Die nicht ganz so billigen Plätze
Nun setzte ich mich nach hinten, hinter den Fahrersitz. Da hört man gar keine Windgeräusche mehr. Vermutlich ein zeichen dafür, dass sie sehr leise sind und einem nur auffallen, weil das Auto sonst eben sehr leise ist.

Hinten sitzt man sehr gut. Ausgesprochen gut! Die Rücklehne ist in der Neigung verstellbar, die Kopffreiheit fürstlich, die Beinfreiheit hervorragend, die Seitenscheiben sind sehr groß und nicht zu dunkel getönt. Die Gürtellinie ist angenehm niedrig. Wer mal hinten in einem Kia Carens gesessen hat, weiss was ich meine. Die Kopfstützen der vorderen Sitzen sind aber recht groß und stören den Blick nach vorne. An der Decke findet sich mittig eine Leuchte mit normalen Glühbirnen, keine LEDs. Ebenso über der dritten Sitzreihe, die aber bei unseren Testwagen ausgebaut war.

Leider war die Abdeckung nicht verbaut worden, die wohl in dem Fall auf den Ladeboden montiert wird. Dadurch hörte man die Auspuffgeräusche leise durch den nun unverkleideten Kofferraumboden.

Schön wäre es, wenn die Gurtschlösser starr wären. So benötigt man immer zwei Hände, um sich oder einen Kindersitz anzuschnallen. Das Problem haben aber unverständlicher Weise immer noch viele Fahrzeuge. Auf die ISO-Fix-Befestigungen habe ich nicht geachtet, die sollen aber vorhanden sein.

In der Mittelkonsole zwischen den Vordersitzen befinden sich Luftausströmer für die hinteren Passagiere. Die Haptik und Materialauswahl könnte vertrauenserweckender sein, aber es tut seinen Dienst. Unter dem Luftausströmer kann man zwei Dosenhalter ausklappen.

Die Sitze der zweiten Reihe sind im Rexton ganz klar Logenplätze. Hier sitzt man tatsächlich gerne.

Aufgezwungene Sicherheit
Ab Tempo 50 verriegelt die Zentralverriegelung automatisch. Persönlich kann ich das nicht nachvollziehen. Im Urlaub in Rom fährt man selten über 50 km/h – und das wäre so ziemlich die einzige Situation, in der ich mich über verriegelte Türen freuen würde. Man hört ja oft, dass dort Diebe auf Motorrollern die hinteren Türen aufreissen, Wertgegenstände greifen und durch die Lücken im Stau unbehelligt entkommen.

Offensichtlich fahre ich nicht so schlecht wie die SsangYong-Ingenieure, denn bei mir hatte noch keiner das Bedürfnis während der Fahrt auszusteigen. Gebete? Gerne und oft, aber ich bin da tolerant und wenn jemand während der Fahrt das Bedürfnis hat mit seinem imaginären Kumpel in Kontakt zu treten, so halte ich ihn nicht davon ab. Was ich sagen will: Wieso die Türen ab 50 km/h verriegeln bleibt mir ein Rätsel.

Die Verriegelung wird auch erst wieder gelöst, wenn man den Motor ausschaltet. Mal eben am Straßenrand rausgeworfen zu werden funktioniert nicht so einfach. Am Beifahrersitz befindet sich zwar auch ein Knopf, der die Türen ver- und entriegelt, aber nicht so an den hinteren Türen. Will einer der hinteren Passagiere aussteigen, muss jemand vorne das Knöpfchen drücken.

Fahren
Letztlich nahm ich auf dem Fahrersitz platz. Schade, denn der ist in meinen Augen der schlechteste Platz. Audi-Fahrer werden sich hier wohl fühlen, man ist zwischen Tür, Armaturenbrett und Mittelkonsole eingeklemmt. Manche empfinden das als... "sportlich" – ich mag es nicht sonderlich. Tatsächlich musste ich meine linke Hand ziemlich zwischen Tür und Sitzkonsole quetschen, um an die Verstellung zu kommen. Auf dem Beifahrersitz war da mehr Platz. Seltsam.

Gut, wenn man dann sitzt, passt alles. Da gibt nichts Rätsel auf, alles an seinem Platz. Also Schlüssel rein und Zündung an! WTF? Der Sitz bewegt sich nach vorne? Die Lehne ebenfalls? Aha, meine Frau hatte den Sitz auf sich programmiert. In der Tür finden sich Tasten für drei voreinstellbare Presets. Eigentlich eine nette Sache, muss man nur wissen. Witziges Gimick: die Ausstiegshilfe. Auf Knopfdruck fährt der Sitz nach hinten und man kann leichter aussteigen.

Was aber gar nicht geht ist der Tacho. Sieht ja schick aus, aber man kann ihn tatsächlich von Beifahrersitz besser ablesen als vom Fahrersitz. Das ist sehr unschön. De facto konnte ich im Tageslicht nicht erkennen, wie schnell ich in der Stadt war. Licht an oder aus, die offenbar dauernd aktive Beleuchtung des Tachos schluckte alle Kontraste, da sie ebenso hell war wie das Tageslicht, welches auf das Armaturenbrett schien. Ja, doch ein Rätsel gab die Bedienung auf: Ich konnte den Regler für die Armaturenhelligkeit auf Anhieb nicht finden. Keine Ahnung, ob ich damit den Tacho hätte besser ablesen können.
UPDATE: Die Instrumentenbeleuchtung kann man ausreichend hell einstellen, wenn man weiss, wie das geht. Das läuft über den Umschalter des Tageskilometerzählers. Solange drücken, bis "ILL" erscheint, dann kann man in ausreichend vielen Stufen die Beleuchtung so ändern, dass sie nachts nicht stört und tagsüber auch ausreichend hell ist.

Wahlhebel von P wie Parken auf D, wie Donnern – die Zwischenstufen werden jeweils mit einem leichten Rucken im Antriebsstrang quittiert – und los geht es. Alles geht einwandfrei und dem Wagen sehr angemessen von statten. Tritt man an einer Steigung das Gas ganz durch, schaltet der Automat zurück und man wird sogar kurz leicht in die Sitze gedrückt. 155 PS und 360 Nm wirken mit den über 2 to schweren Trumm nicht überfordert. Hatte ich schlechter erwartet. Aber ein Rennwagen ist der Rexton natürlich nicht.

Ab und zu bemerkt man die Schaltvorgänge. Auch die Schaltgeschwindigkeit könnte besser sein. Da ist z.B. die Sechsgangautomatik von Kia/Hyundai, die ebenfalls mit einem Drehmomentwandler arbeitet, deutlich überlegen. Dort bemerkt man keine Schaltvorgänge. Aber wie gesagt: Zum Motor und diesem Fahrzeug passt es hier sehr gut.

Immer wenn ich drauf achtete, befand sich die Nadel des Drehzahlmessers bei 1.500 Umdrehungen. Da stehen bereits die vollen 360 Newtonmeter an, so dass auch aus sanftem Dahingleiten immer genug Reserven zum Beschleunigen vorhanden sind.

Automatik
In der Stadt schaltet ich auch mal manuell gleich in den fünften Gang. Das ging unbemerkt von statten, ich sah es nur am Drehzahlmesser. Feine Sache. Neben den Tasten vorne am Lenkrad, mit denen man die Gänge durchwählen kann, gibt es noch am Schalthebel eine Wippe, die man mit dem Daumen betätigen kann. Wenn ich es recht verstehe, ist die dritte Möglichkeit durch die Gänge zu schalten, den Wahlhebel auf Stellung D nach links und rechts zu bewegen.

Im Gegensatz zum Carens mit Automatik ist uns hier aufgefallen, dass wir nicht das Reflex hatten, mit beiden Füßen zu bremsen, also aus Gewohnheit beim Bremsen auch die "Kupplung" traten. Vielleicht kommt das daher, dass der Carens sich eher sportlich gibt?

Lenkung
Kommen wir zur Lenkung. Der absolute Albtraum eines jeden Auto-Motor-und-Sport-Journalisten! Leichtgängig, gefühllos, indirekt! Ich finde sie absolut klasse, perfekt, wunderbar. So muss sie sein. Wenn ich ne direkte Lenkung haben will, die Strassenkontakt bietet, dann buche ich ne Stunde auf der Kartbahn. Im Gegensatz zum gemeinen (deutschen!) Autozeitschriften-Journalisten ist mein Arbeitsweg nicht der Nürburgring – und die anderen Fahrzeuge sind keine Gegner.

Meine Frau hat sich sofort in das Lenkrad aus einer Mischung von Leder und... glatten, hochglänzenden Kunststoff verliebt. Sie mag die Haptik der unterschiedlichen Materialien.

Fahrwerk
Das Fahrwerk ist in meinen Augen vielleicht eine Spur zu straff. Ich war schon echt erstaunt, dass er so Schlaglöcher bis zu den Passagieren durchdringen lässt. Dabei schien mir der Luftdruck der Reifen eher moderat zu sein. Mein Fahrzeug würde ich mit deutlich mehr Druck auf den Pneus fahren. Gut, bis auf manch kurze Rückmeldung über den Strassenzustand gleitet der Rexton sehr souverän über die Strasse. Fühlt sich gut an. Vom Fahrwerk hört man keinerlei Geräusche. Ich konnte weder Abrollgeräusche oder Poltern vernehmen. Im Fahrzeug knistert oder Klappert auch nichts.

Handlichkeit
Der Wendekreis ist richtig gut. Im Gegensatz zu meinen Trajet ist der auch rund zwei Meter geringen, da der Rexton Normalerweise mit Heckantrieb unterwegs ist und dadurch die Vorderräder weit aus größer einschlagen können, als dies bei einem Fronttriebler der Fall ist. Um eine Verkehrsinsel zu wenden ist absolut kein Problem.

Auf dem Discounterparkplatz dann die Einparkübungen. Jo, der Passat, eigentlich ein relativ großes Auto, der neben uns stand sah aus wie ein Spielzeug gegen den Rexton. Der Rex passt von der Länge gerade so auf den Parkplatz. Ich befürchte aber, dass so ein Parkplatz in der Regel nicht länger als 4,70m ist. Mein jetziger Trajet hat das gleiche "Problem": er steht immer über oder ich stehe mit der Schnauze über dem trennenden Grünstreifen, sofern vorhanden.

Die Breite wird schon eher zum Problem, gerade bei den hinteren Türen, die mir etwas länger vorkamen. Steht ein Passat mittig in der Parkbucht nebenan, dann wird man die Tür kaum bis zur ersten Raste öffnen können. Man sollte sich also besser einen Smart als Nachbar suchen.

Böse Menschen könnten nun mutmaßen, dass die Eltern-Kind-Parkplätze so breit sind, damit die Muttis mit ihren SUVs dort noch die Türen auf bekommen. Gut. Das lasse ich unkommentiert mal so stehen.



Mit der Wohndose am Zigeunerhaken?
Das konnten wir natürlich nicht ausprobieren. Aber da der Rexton ein Geländewagen alter Schule ist, wird sich schwerlich etwas besseres zum Ziehen finden lassen. Die Stürzlast beträgt 130kg, die Anhängelast kann (in Deutschland) bis zu 2,6 Tonnen betragen. In anderen Ländern liegt sie bei 3,5 Tonnen. Keine Ahnung, warum das so ist.

Durch das Gelände bügeln?
Klar, warum nicht? Auch wenn wir das ebenfalls nicht testen konnten, so kan man doch zahllose Videos auf Youtube & Co finden, in denen sich der Rexton z.B. mit einem Jeep misst. Der Allradantrieb mag nicht der technisch ausgefeilste zu sein, aber SsangYong besitzt immerhin 60 Jahre Erfahrung mit allradgetrieben Fahrzeugen. Zudem ist der Rexton durch seinen Leiterrahmen prinzipiell sehr viel robuster als aktuelle SUVs. Der Rexton ist unter dem Blech bein Blender, der steckt was weg. Die Achsaufhängungen sind schon sehr massiv ausgeführt.

Fazit
Bis auf die Windgeräusche stört mich absolut nichts an und in dem Auto. Der Auftritt ist vielleicht einen Hauch zu fett um wirklich stilsicher zu sein, aber das zweite Facelift ist SsangYong gut gelungen. Ich hasse Autos die ein Facelift bekamen. Die erste Serie ist in der Regel bei alles Fahrzeugen die schönste. Aber der Unterschied zur ersten Serie ist marginal. Beide Serien sehen sich zum verwechseln ähnlich, wobei die neue natürlich mit mit LED-Rückleuchten – und nach der Modellpflege auch mit LED Tagfahrlicht daherkommt.

Alles in allem macht es uns der Rexton nicht leicht. Sollen wir ihn nehmen? Oder doch den Rodius?

Der Rexton hätte den Vorteil, dass er kürzer ist. Er ist in der Versicherung etwas günstiger, benötigt aber etwas mehr Sprit als der Rodius. Aktuell benötigen wir eigentlich den Platz des Rodius, denn mit zwei Erwachsenen, zwei Jugendlichen, einem Schulstürmer und einem Hund benötigt man doch oft viel mehr Platz, als vorhanden ist.

Allerdings ist es absehbar, dass in den nächsten drei bis fünf Jahren die beiden großen mit ihren eigenen Autos fahren werden. Dann wirken die hinteren fünf Sitze mit einem Kind etwas verwaist. Die Rückbank aus dem Rodius herausnehmen? Man kommt ja schon jetzt nicht mehr an Gegenstände, die man bis an die Rückbank herangeschoben hat, wenn diese in der vordersten Raste steht. Mehr Platz braucht man dann einfach nicht mehr.

Es ist knifflig.

 


Update 24.07.2015:
Es wurde genau dieser Rexton!

Zwei Fahrzeuge waren noch in der engeren Wahl: Ein Rodius Sapphire aus 11/2014 mit 3.500km auf der Uhr, Standort bei Trier – und dieser  Rexton, ein Sapphire mit Sapphire-Paket vom Ende 01/2015 mit 2.200 Vorführkilometern runter.

Bundesweit waren die beiden die attraktivsten Angebote. Zum Rabatt für "kinderreiche Familien", die von SangYong mit immerhin 20% auf den Endpreis bedacht werden, kamen noch einmal etwas über 5% für das halbe Jahr Nutzungsdauer hinzu. Für meinen abgeliebten Trajet wurde mir noch eine Summe geboten, die meine Kinnlade auf das Brustbein klappen liess und die ich wohl niemals auf dem freien Markt hätte erzielen können.

Beide Händler waren – im Gegensatz zu einigen wirklich seltsam patzigen und uninteressierten Händlern – wirklich bemüht und freundlich. Den Ausschlag machte aber am Ende der um (nur) 500,- EUR höhere Preis des Rodius, den wir für uns selber als Entscheidungshilfe nahmen. Wäre er gleich gewesen, hätten wir den Rodius gekauft.

Die Erfahrungen von 1.200km fast am Stück:
Die Windgeräusche werden nicht lauter mit steigender Geschwindigkeit. Motor- und Abrollgeräusche bleiben auch sehr zurückhaltend. Bei Nässe hört man aber das Abrollgeräusch deutlich. Auf der letzten Bank wird es aber durch die Nähe zum Auspuff ab 150 km/h deutlich lauter.

Der Verbrauch steigt mit der Geschwindigkeit an. Mit Torque wird ein aktueller Verbrauch zwischen 2,3 Liter (bei 60 km/h) und 23 Litern bei Vollgas und Endgeschwindigkeit angezeigt. Inwieweit das der Realität entspricht...? Mit dem Wohnwagen über die Alpen nach Venezien wurden am Ende durchaus Erfreuliche 9,1 Liter verbraucht.

Die Automatik ist ein absoluter Traum. Gerade im Hängerbetrieb. Niemals kam uns auch auf den steilsten Pässen der Gedanke auf, dass wir manuell eingreifen müssten.

Die Ledersitze haben noch nicht die Belüftung des Mj 2016, trotzdem war es nicht unangenehm in der Hitze darauf zu sitzen. Sie sind weniger schweisstreibend als wir erwarteten.

Das ist vielleicht nur für Leute interessant, die das wie ich empfinden:
In Renault-Sitzen tut mir noch ca. 300km der Hintern weh. In VW-Sitzen nach 400km der Rücken. Immer die Standardsitze, keine Recaros o.ä.
Einzig in Hyundais oder Kias merke ich gar nichts. Diese Beispiele führe ich an, weil ich in solchen Autos halt mehrere 10.000 Kilometer abgespult habe.
Im Rexton tat mir nach 400 km auch der Hintern weh, ging aber mit etwas rumrutschen und einer etwas anderen Einstellung dann wieder weg.

Die Klimaautomatik machte Ihre Sache sehr gut, aber ich finde, die Lüftung könnte etwas leiser sein. Aber wir hatten hier in Italien auch echt heftige Temperaturen...

Die Sicherung der rechten Standlichter brannte durch. Mit dem alten Tabbert haben wir ja dauernd irgendwelche Beleuchtungsspäße. Das Handbuch des Rexton schweigt sich zu den Sicherungen aus. Das ist sehr schlecht! Letztlich fand sich die Sicherung (10A) im Sicherungskasten im Motorraum und hörte auf den seltsamen Namen "Tail LD(RH)". Es gibt noch "Tail LD(LH)", die folglich für die linke Seite zuständig ist. Tail ist klar, L heisst wohl Light. D? Keine Ahnung. R ist right und L ist left. Aber das H?

Ich habe noch eine Heckkamera und eine für die Front eingebaut. Letztere fand ich eher unnütz, denn damit parke ich nicht so dicht ein, wie mit den Sensoren, aber die hat unseren Hund wohl gerettet, der sich vor das Auto legte und von den Sensoren wohl nicht erfasst wirden wäre.

Was auch nicht erfasst wird, ist die schmale Silhouette eines Anhängers mit Ein-Rohr-Deichsel. Ich hatte vergessen, dass ich den Anhänger _vor_ die Einfahrt gestellt hatte und fuhr gleich mal gegen den Hänger und diesen gegen unseren Picanto. Der hatte dann ne Beule im Kennzeichen. Das stärkte nur den Entschluss, eine Kamera hinten einzubauen. ;-)

Die Heckkamera kam an die rechte Seite der Griffmulde neben die Kennzeichenbeleuchtung, da die eigentlich dafür vorgesehene Stelle links durch den Griff der separat zu öffnenden Heckscheibe belegt ist. Die Frontkamera findet ihren Platz unter dem Logo im Grill.

Eine abnehmbare Anhängerkupplug war recht einfach zu installieren, da sie einfach mit vier Schrauben an den Leiterrahmen geschraubt wird. Der E-Satz ist Fahrzeugspezifisch und alle Löcher für die bequeme Verlegung sind bereits von SsangYong ausgespart worden. Man benötigt nur einen 20mm Bohrer um die unteren (nur die unteren!) Löcher im Leiterrahmen für die Stützhülsen etwas aufzubohren. Das Fahrzeug muss nicht aufgebockt werden, wenn man dafür eine Haushaltsbohrmaschine (und keine Hilti) nimmt.

Zu guter Letzt kam noch ein Android-Navigationsradio in den Rexton. Eigentlich oversized, aber im Zusammenspiel mit einem automatischen Kameraumschalter sehr praktisch. Auch wenn das Radio ausgeschaltet ist, fungiert es als Monitor. Legt man den Rückwärtsgang ein, erscheint das Bild der Heckkamera. Nimmt man ihn raus, wird für eine knappe Minute auf die Frontkamera umgeschaltet. Da man von der Parkposition immer über "R" auf "D" kommt, wird vor dem losfahren stets das Bild der Frontkamera angezeigt. Unser Hund sendet Grüße an die Entwickler.


Update 14.08.2016:
Nach einem Jahr gönnten wir ihm den zweitem Waschstrassenbesuch und eine oberflächliche Politur mit dem "Trockenreiniger"-Spray vom Lidl. Gab es mal im Angebot. Soll ohne Wasser das Auto waschen und versiegeln. Ja, kam noch etwas Schmutz mit runter. Fühlt sich danach auch poliert an. Denke aber, dass das nur bis zum nächsten Regen hält.

Der erste Waschstrassenbesuch war nach einer Fahrt im Steinbruch fällig. Es hatte geregnet und wir testeten mal den Allradantrieb mit dem Anhänger. Das war langweilig fuhr sich wie auf der Straße. Trotzdem war die Kiste vor allem von unten völlig eingesaut.

Neulich sind sind mal schneller unterwegs gewesen. Auch da bleibt der Rexton stets ruhig und liegt satt und langweilig auf der Strasse. Der alte Reihensechser hatte über 200 PS, man kann sich also auch vorstellen, mit dem Ding deutlich zügiger als die versprochenen 185 unterwegs zu sein. Bis 150 geht das Ding ordentlich voran, danach wird es deutlich zäher. Der Zweiliter hat ja nur 155 PS, wiegt leer 2,2 to und hat den Luftwiderstandsbeiwert von Nachbars Gartenlaube.

Interessant war nur, dass der Tempomat kaum Gas gibt. Hatte den auf 150 eingestellt (geht nur bis 170 zu aktivieren) und da wurde er doch an einer deutlichen Steigung im Hunsrück langsamer! Ich schätze, dass der Tempomat nicht mehr als 75% Gas gibt.

Winterreifen drauf, Winterreifen runter, Inspektion gemacht. Es gibt sonst nichts zu berichten. Auto fährt, lenkt und bremst.

Kommentare  

# Gunnar 2015-07-05 20:59
Wow, ein echt detaillierter Bericht :-)
Viele Grüße von einem, der es ebenfalls gewagt hat, so ne Kiste zu bestellen :lol:

Gunnar
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# Holger 2015-10-14 13:23
Vielen Dank für den tollen Bericht. Auch wir sind seit 03/2015 stolze Rexton-Eigner und hoch zufrieden. Gleiche Farbe, Automatik, Quartz-Ausstatt ung, da wir Ledersitze nicht mögen.
Ich wollte an dieser Stelle zur "Erhellung" hinsichtlich der Verriegelung der Türen bei 50 km/h beitragen. Wer miterlebt hat, wie die 4-jährige Tochter auf der Autobahn die hintere Tür öffnet, kennt die panische Freude auf den Vordersitzen in diesem Moment. Allerdings kann man die Kindersicherung auch einfacher gestalten bzw. das Limit zur Verriegelung so weit reduzieren, dass die Funktion auch als Carnapping-Schu tz dient. Sollte eigentlich nur ein Software-Update sein.

Viele Grüße aus Wandlitz
Holger Abraham
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# Adrian 2015-12-06 11:08
Hallo!

Ich bin über deinen Leserbrief in der Oldtimer-Praxis hier gelandet.
Da ich auch eine Schwäche für "Randgruppen-Au tos" teile (siehe mein Blog) habe ich natürlich auch die Rexton-Artikel gelesen.
Aus meiner Erfahrung mit englischen Fahrzeugen kann ich das Mysterium "Tail LD(RH)"und "Tail LD(LH) klären.
"Tail" war ja schon klar. "LD" ist die englische Abkürzung für "Light" (frag mich nicht..., ist aber Herstellerüberg reifend so). "RH" und LH" stehen für "right hand" und "left hand", die englischen Fahrzeugseiten-Bezeichnungen.
Ansonsten kann auch ich nur für die kurzweilige Unterhaltung danken!

Herzliche Grüße
Adrian

Edit: Adrians Blog

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# Admin 2015-12-06 12:21
Leserbrief?! :eek:
Ich hatte denen mal was auf Facebook geschrieben, aber haben die das echt abgedruckt? In welcher Markt ist das? In der aktuellen? Muss ich direkt mal nachschauen.

Edit Oldtimer-Praxis 09/2015
Und es liest sich gedruckt ganz schrecklich. War nur ein Kommentar zu deren Editorial. *grummel*
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# Frank 2015-12-15 11:47
Hi!
Ein echt toller Bericht, der mich darin bestärkt mir doch einen Rexton zuzulegen. Wie sieht es denn mit dem "normalen" Verbrauch aus? Und wie siehts mit dem Service rund um dieses Auto aus?
Gruß Frank
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# Admin 2015-12-15 12:39
Hi Frank;

danke. :-)

Der reale Verbrauch zur Arbeit liegt bei rund 10 Litern. Das sind 17km eine Strecke, die Hälfte morgens Autobahn wenn er noch kalt ist, ein paar Meter Landstraße und der Rest Stadtverkehr. Jeden dritten Tag, wenn die AB zu ist, komplett Landstraße, ebenso weit. Mittags manchmal noch zum Einkaufen ein paar Meter.

Mit dem Wohnwagen verbrauchten wir im Schnitt durch die Alpen 9,1 Liter bis nach Venezien. Tempomat 100.

Ich hatte ihn jetzt auf 12 Litern. Nur Kurzstrecke (3km), Schotter im Kieswerk geholt und einige hundert Kilometer Autobahn bei Tempomat 160 km/h.

Die 12 Liter sind der Worst-Case, glaube nicht, das mehr geht. Habe ihn echt getreten wenn er warm war. Wollte mal sehen, wie er sich dann fährt.

Die Servolenkung wird immer direkter und härter, je schneller man fährt. Richtig, in der Stadt muss man halt mehr kurbeln, aber der Lenkeinschlag ist auch deutlich größer als bei Fronttrieblern.

Es heisst immer, dass er sich nicht wie ein normales Auto fahren lässt, aber das ist kompletter Blödsinn.

Ich dachte auch immer, dass er sich z.B. bei hohen Geschwindigkeit en nicht wie z.B. ein Tuareg fahren würde, aber auch das ist Blödsinn. Man merkt gar nicht, wie schnell man ist. Das Fahrwerk könnte deutlich mehr Leistung und Geschwindigkeit vertragen, als mit dem Zweiliter zur Verfügung steht.

Bei Kurzstrecke und schneller Autobahn fängt er an zu saufen. Logisch: Das Gewicht und der Luftwiderstand sind halt sehr hoch.

Für die Fahrt in den Urlaub ist er sensationell günstig. Er ist definitiv ein Cruiser.

In dem halben Jahr haben wir nun zu 2/3 nur Urlaubsfahrten mit dem Rexton runter.

Ich nutze jede Gelegenheit das Auto auch mal fahren zu können (ist ja das meiner Frau). Der Fahrkomfort mit niedrigen Luftdruck ist nahezu perfekt, allerdings muss man auch sagen, dass man dabei niedrige Bordsteine beim Einparken auch kaum bemerkt.

Service? Gab es ja noch keinen. Gut, Weihnachtsreife n kamen drauf. Dabei gab es auch gleich neue Alus, die alten wären nicht "ausreichend gekennzeichnet" gewesen. Äh... ich glaube, dass die beim Einkauf keinen Ursprungsnachwe is bekommen haben, das ist ja nicht selten.

Mit den Winterpneus und den kleinen Felgen fährt er sich aber tatsächlich anders. Etwas nervöser und tatsächlich etwas härter. Die Toyos(?) pfeifen auch etwas. Naja, meine Frau hat sich noch nicht beschwert, aber mir ist es halt aufgefallen.

Der Händler war sehr zuvorkommend und es war ihm unangenehm, dass wir beim Felgentausch 1,5 Stunden warten mussten. Hat sich tausendmal entschuldigt. Naja, was kann er denn dafür, wenn SsangYong neue Felgen raushaut?
Sind halt in der Zeit einkaufen gegangen.


Wie dem auch sein, bisher ist alles super und wir haben nichts bereut. Wir erwarten auch keine großen Probleme. Unsere Koreaner erwiesen sich bisher immer als sehr zuverlässig und sehr wirtschaftlich. Die ersten 10 Jahre sollte ausser Inspektionen, Reifen und Bremsen auch nichts kommen. Aber warten wir es ab.

Hmm, da könnte ich doch eigentlich auch ein Update für den Artikel machen, oder?
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# heinbollo5 2016-03-16 22:06
Hallo zusammen,
sehr geiler Bericht. Danke dafür. Habe mir vor 4 Wochen das 2016 Modell in der Ausstattung Sapphire 4wd gekauft. Bislang super zufrieden. Zieht den Wohnwagen als hätte man eine ungefüllte Schubkarre anhängen. Bin das erste mal auf einen Koreaner gekommen als mein Bekannter sich einen Hyundai IX 35 als Zugfahrzeug zugelegt hat. Auch sehr schön aber halt ein wenig kleiner. Die Zugkraft und die Stützlast bei dem Rexton sprechen für sich, wobei ich anmerken muss, dass auf meiner abnehmbaren Kupplung ein Stützgewicht von 200 Kg angegeben ist. In gewissen Foren wird diese maximal mit 140 Kg angegeben. Bin da ein wenig Ratlos, allerdings sind 140 Kg immer noch besser als die 75 Kg die mir bei meinem Vorgängerfahrze ug zur Verfügung standen. Die erste größere Tour mit dem Wohnwagen steht nun bald an. Bin schon gespannt.
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# Mzungu 2016-04-04 15:50
Hallo zusammen,

nachdem wir mehrere Wochen einen Nachfolger für unser bisheriges Auto gesucht haben, fiel die Entscheidung auf einen Rexton. Quartz, weiß, 6 Gang Schalter. Das war die Voraussetzung meiner Regierung zu Hause.

Nächste Woche wird er wahrscheinlich geliefert. Wir freuen uns schon darauf. Dann bekommt er noch einen Anhängerkupplun g, ein 2-Din Radio und eine selbstgebaute Lösung als Ersatz für die 3. Sitzreihe.
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# Admin 2016-04-04 16:32
Mahlzeit,

meine Regierung wollte auch nie eine Automatik. Heute feiert sie die. ;-)

Was willst Du statt der dritten Reihe einbauen? Habt Ihr das Rückrüstset gleich mit bestellt? Kommt ein Hundekäfig hinten rein?

Weiss ist selten, kenne ich nur aus dem Prospekt. Anleitung zum Radioeinbau findest Du ja auch hier auf der Seite.
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# Mzungu 2016-04-04 22:32
Hallo Hessi,

das Rückrüstset ist mir mit 500 Euronen zu teuer.Da muß es bessere Lösungen geben. Da die Scheiben dunkel sind, ist ein Rollo wahrscheinlich nicht notwendig.
Hinten kommt sonst nur Gepäck bei der Urlaubsfahrt rein.
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# Admin 2016-04-04 22:37
Na dann... 10mm MDF-Platte mit etwas Dämmmaterial darunter und einer Gummimatte/-wan ne obendrauf sollte ne günstige Lösung sein.

Ohne Rückbank ist er halt deutlich lauter, wenn kein Rückrüstset verbaut ist.
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# flexfan 2016-04-09 03:13
:-)

hallo rextonfan“s ,

seit ich lesen kann, sauge ich mir wissen
über unsere autowelt an.
dieser erwachsene geländewagen hat ein
bemerkenswertes preis/leistungsverhältnis.

seine stabil gebauten leiterrahmen-mi tbewerber wie pajero, landcruser usw. kömnen nicht nennenswert mehr, man müßte jedoch den preis eines kleinwagen mehr zahlen um diese zu bekommen.

mit suv's kann man dieses auto nicht vergleichen da diese nicht so vielseitig sind, z.b. zwar oft mit allrad erhältlich aber keineswegs für offroad geeignet sind.

wer vergleicht wird oft für seine mühe belohnt. euch rextonbesitzern kann ich nur gratulieren.

.. euch allzeit gute fahrt und eine schöne zeit. grüßle, der flexfan.
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# Wenny 2016-05-16 18:53
Hallo,
gestern einen neuen Rexton Sapphire aus 2015 bestellt.
Vorher natürlich alle Berichte hier studiert, danke.
Welche AHK sollte ich nehmen ?
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# Admin 2016-05-17 03:31

Ich habe diese genommen: AHK mit 13-pol-E-Satz

Die darf 2800 kg ziehen, weniger als der Rexton mit großer Maschine (3500kg), aber mehr als unser 2 Liter (2.600 kg).

Das Ding hat also Reserven und ist nicht eines dieser riesigen Teile, die 3,5 Tonnen ziehen dürfen.

Einbau war problemlos laut Anleitung. Einzig einen 20er Stahlbohrer benötigt man, um die vier UNTEREN (nicht komplett durchbohren!) Löcher im Längsträger aufzubohren, damit man die Stahlhülsen einschieben kann, welche verhindern, dass man die Längsträger beim festschrauben verformt.

Empfehle noch Wachs und Hohlraumversieg elung, damit man die aufgebohrten Hohlräume in den Längsträgern konservieren kann sowie die AHK einwachsen kann. Die AHK der namhaften Hersteller neigen immer zum Rosten. Ausser bei Brink, warum auch immer.

Einen Satz für Dauerstrom hatte ich auch noch geordert.

Bisher aber noch nicht eingebaut. Sehe da keine Notwendigkeit im Moment. Wir karren ja keine Lebensmittel mit in den Urlaub, so dass der Kühlschrank im Wohnwagen nicht mit Strom versorgt werden müsste.

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# Robert 2016-12-04 20:49
Habe mir den Rexton Sapphire 8 / 2015 mit Schiebedach und Spoiler mit 2 Heckklappe mit 1000 km gekauft .
Das Auto war 3 Monate alt und habe noch Winterreifen und AHK anbauen lassen .
Habe für das Auto kompl. 29000,- Euro bezahlt und es nie bereut .Wo bekommt man soviel Auto für so wenig Geld heute noch .
Es ist auch das einzige Auto wo meine große Hundebox locker rein paßt .
Da ich zur Jagd gehe und auch einen Fendtwohnwagen mit 1700 kg gesamt Gewicht ziehe ist das Auto nur ein Traum für mich .
Habe jetzt 10000 km gefahren und bin einfach nur begeistert .Fahre auch oft einen Anhänger mit einem Traktor darauf zum Traktortreffen einfach eine Wucht das ganze den Anhänger merkt man kaum bei diesem Gespann .
Mal sehen was es jetzt im Winter gibt mit dem leider zuschaltbaren Allrad bis her war ich nur permanender Allrad oder Allrad mit nur Frondantrieb gewöhnt .Die Automatik im Hängerbetrieb ist einfach auch eine Wucht .
Danke für den großen o.a objektiven Testbericht der hat mich auch total überzeugt und würde mir den Rexton immer wieder kaufen .
Das einzige was mir noch fehlt ist eine Rückfahrkamera bitte um Rat welche man da am besten nimmt .
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# Admin 2016-12-05 13:51
@Robert:
http://tote-pixel.de/autos/762-rexton-radioeinbau.html
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# deister 2017-01-09 13:47
Hallo Hessi,
ich hab nen 2015er Rexton W und hab mir dazu eine AHK mit E-Satz von Brink gekauft. Kannst du mir nähere Angaben zum Einbau machen . Du schreibst, es war nicht so schwer.
Ansonsten schönes Ato, der Rexton
Danke
Deister
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# Admin 2017-01-10 11:38
Es gibt ja zwei verschiedene Ausführungen. Also... quasi.
Die einen AHK sieht man nicht und die, mit denen man (mit größerem Motor) 3,5 (IIRC) Tonnen ziehen darf. Diese kommen wohl mit größeren Rahmen daher. Jedenfalls sieht man einen Querträger unter dem Stößfänger.

Die kleinere AHK ist (wie oben auch angeführt) leicht nach der beiliegenden Anleitung anzubringen. Der einzige Fallstrick ist der, dass Du ggf. nur die unteren(!) Löcher aufbohren darfst, in die die Hülsen geschoben werden.

Bei allen meinen Asiaten war der Einbau einer AHK immer Plug&Play. Es war immer alles dafür vorbereitet worden.

Für die europäischen Autos sah das anders aus. Das war viel mehr Arbeit, Material und Gefummel.

Wenn Du also bereits einmal eine AHK eingebaut hast, wirst Du beim Rexton auf keinerlei Probleme stoßen.

Hier auf der Site sind Anleitungen für Picanto und Espace. Den Einbau in Trajet und den Rexton zu dokumentieren habe ich mir gespart. Ist ja immer sehr ähnlich.
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# Phil 2017-01-10 22:42
Hallo Hessi,
Vielen Dank erst einmal für deine ausführlichen Erfahrungsberic hte und Hilfen. Ich habe vor einer Woche zum ersten mal einen Rexton gefahren und bin sehr erstaunt darüber, was man alles (in Korea) zu so einem Preis herstellen kann. Ich spiele mit dem gedanken einen zu bestellen! Was mich noch ein wenig skeptisch macht ist die Ersatzteilverso rgung nach der Garantiezeit. Ich bin es gewohnt zu einem KfZ Zulieferer zu gehen und der hat alles für mein Auto innerhalb kürzester Zeit da, wenn nicht sogar vor Ort. Innerhalb der Garantiezeit (bzw. Mobilitätsgaran tie) ist ja wahrscheinlich alles kein größeres Problem, blos die Zeit danach beschäftigt mich ein wenig.
MfG Phil
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# Admin 2017-01-11 01:30
Wieso ist die Zeit vor Garantieende kein Problem, aber die danach? Verschwinden dann alle Ersatzteile plötzlich aus Deutschland? :o

Schau doch einfach nach, ob die Teile, die Du für ausfallträchtig hälst, beim Teiledealer Deines Vertrauens lieferbar sind.

Die üblichen Verschleissteil e wie Bremsen, Riemen und Filter sind natürlich überall sofort zu haben. Das AT-Getriebe stammt von DB, da bekommst Du Ersatz bei jedem Benz-Dealer.

Nach meinen Erfahrungen mit Koreanern braucht man vor Ablauf von 100.000 Kilometern schlicht nur Verschleissteil e.
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# Phil 2017-01-11 21:59
Hallo Hessi, Vielen Dank für deine Antwort. Vielleicht kannst du mir noch eine Frage beantworten. Laut meines Händlers kommt der Allrad des Rextons von Magna-Steyr, die 7-Gang Automatik von Mercedes, und der Motor? Laut meines Händlers eine Eigenentwicklun g, habe aber auch mal gehört, dass es ein MB Lizenzmotor sein soll, der unglaublicherwe ise ohne AbBlue die Euro 6 Norm erreicht. :roll:
Btw, sehr informative Seite. Falls es ein Rexton wird, werde ich bestimmt ebenfalls ein Navi nachrüsten, ebenfalls eine AHK. Dank deiner ausführlichen Anleitungen sollte es keine großen Probleme geben.
MfG
Phil
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# Admin 2017-01-12 12:52
Hi Phil,

der Motor kommt wohl von AVL List - auch ein Österreicher.

Siehe auch:
http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/4984639/Oesterreich-stellt-weltweit-die-meisten-Motoren-her

Die alten 2,7er Fünfender waren von MB. SY hatte die aber auch recht aufwändig modernisiert. Aber in Zeiten des Downsizing war das wohl nicht mehr so angesagt.

Gruß
Michael
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# Admin 2017-01-12 12:54
Oder hier:
https://www.heise.de/autos/artikel/SsangYong-Korando-im-Fahrbericht-1250443.html
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# Phil 2017-01-12 21:49
Vielen Dank für deine Informationen

MfG
Phil
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